von Dargalin on Juni 15th, 2009

Ein greller Lichtstrahl blendet mich, als ich versuche meine Augen zu öffnen. Was ist geschehen? Wo bin ich hier? Die Fragen schießen mir nur so durch den Kopf und verursachen dabei ein Hämmern, das mir bis in die Zehen fährt. “”, flüstere ich. Das Sprechen fällt mir schwer. Nur noch etwas ruhen, die alten Knochen sollen sich strecken, die ledrige Haut an Spannung gewinnen, die Muskelstränge neue Kraft schöpfen – das Pochen im Schädel soll Ruhe geben!

Dargalin aus den EisenbergenMinuten vergehen und ich spüre, wie der Körper sich dem Geist fügt. Endlich kann ich mich aufrichten und mich umblicken. Ein greller Lichtstrahl trifft auf meine grauen Augen und blendet mich. Ich habe nie verstanden, wie es die anderen Völker ständig in diesem gleisenden Schein aushalten können – die Tiefen sind mein zu Hause. Ein erneuter, heftiger Schmerz durchfährt meinen Schädel und wirft mich auf alle Viere. Die Tiefen, das Gebirge, die Minen, die … anderen! Die anderen Zwerge!

Erinnerungen steigen in mir auf, Bilder von tiefen Stollen, riesigen Hallen und der Klang von Spitzhaken auf Gestein donnert mir durch die Ohren. Der Gedanke an meine Vetter in den entfernten Eisenbergen, weit im Nordosten, hilft mir, wieder auf die Beine zu kommen. Mit einem Schrei, wie in diese Gegend noch nie gehört hat, befreie ich mich von all dem Schmerz, der meinen Körper bisher gebunden hat.

, alter Hund!”, denke ich mir, “wieder hast du es geschafft! Ha, dich kann einfach nichts umhauen!” Die blauen Flecken auf meinem Körper und die zerdellte Rüstung, die an mir herunterhängt, zeugen vom Kampf gegen den . Das Biest hat mich doch wahrlich durch den ganzen Stollen gejagt. Nicht nur seine Schläge gegen mich waren hart; sein Drang mich zu zerquetschen war dies ebenfalls – nunja, zumindest härter als sein Überlebensdrang! Als ich die äußeren Bereiche der verlassenen Mine erreichte, weichte der Troll nicht zurück und dieses helle Leuchten am Himmel rettete mir das Leben. Niemals hätte ich geglaubt, dass mir der Stollen den Tod verheißen sollte und das Licht zum Retter würde. Dies sind wirklich überaus merkwürdige Zeiten!

Leave a Reply

XHTML: You can use these tags: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>