von Dargalin on Juli 22nd, 2009

An diesem Morgen mache ich mich auf zur Wachmeisterhütte, der alte hat sich seit Tagen nicht gemeldet und noch immer klingt Gandalfs Warnung in meinen Ohren, dass ich jede Auffälligkeit zu untersuchen habe.

Nur heilende Kräuter können hier helfenAuf mein Klopfen an der Wachtür wird nicht reagiert, es bleibt vollkommen ruhig. war schon immer ein eigenbrödlerischer , aber seine Stellung als Wachmeister der Minen hat er zu recht inne – selten traf ich auf eine zuverlässigeren . Hier stimmt etwas nicht.

Die rostige Eichentür lässt sich schwer öffnen, der Geruch von starkem Kräutersud liegt in der Luft, in der Ecke brennt der Kamin. Die Stube hat niedrige Decken, unbehauene Felswände und ist nur mit wenig Zierwerk ausgeschmückt; ganz wie es ein sich für einen ehrbaren  gebührt. Auf leisen Sohlen bewege ich mich ins Innere, die Stille lässt mich vorsichtig werden. Plötzlich beginnt es direkt neben mir zu tosen und zu scheppern…

“Arhhh!”, höre ich eine Stimme aus der Schlafnische vor mir. “Verdammter Teekessel, dass er auch immer so laut zischen muss”, meckert sie dumpf weiter. “?”, rufe ich in das Dunkel der Kammer, “bist du das?” Ein lauter Fluch beantwortet mir meine Frage, der Wachmeister scheint schlecht gelaunt zu sein: “Du, Junge, sei so gut und gieß mir den Kräutersud auf, aber verbrüh dich  nicht an der Kanne.” Die Stimme des Alten klingt kränklich und gerade um meiner nächsten Frage zuvor zu kommen, tönt ein Husten und Stöhnen vom Bett herüber. Ich nehme die Kanne vorsichtig aus dem Feuer und der beißende Geruch droht meine Sinne zu benebeln, mit ruhiger Hand fülle ich einen Humpen und bringe ihn zur Schlafnische im hinteren Teil der Stube. Als ich Olins Gesicht im Schein des Kaminfeuers erblicke, stockt mir der Atem. Die Augen sind tief eigefallen, seine Mundwinkel hängen herunter und dicke Schweißperlen rinnen ihm über die Stirn. Er streicht sich mit einer unsicheren Handbewegung die verklebten Haarsträhnen aus der Stirn. Ich reiche ihm den Aufguss, gierig schluckt er das heiße Getränk herunter. Sein Gesicht verzieht sich angesichts des furchtbaren Geschmacks, doch reicht er mir sogleich den leeren Humpen, den ich sogleich wieder fülle.

Bilwisse in den Ered Luin, was ist geschehen?”, frage ich den , während er den zweiten Humpen seine Kehle hinunterrinnen lässt. Mit einer behebigen Bewegungen setzt er sich auf: “Sieh mich an, Junge. Was glaubst du, ist geschehen? Ich wurde vergiftet und habe mein Leben einem jungen Abenteuerer zu verdanken, der mich rechtzeitig mit diesen frischen Heilkräutern versorgt hat.” Mit einem starken Wurf  schleudert er den Krug gegen die Wand, dieser zerschellt in tausend Stücke – die Genesung scheint bereits zu beginnen. Olins Blick wird klarer: “Der Wachtmeister der Minen wurde vergiftet, vergiftet von diesen -Zwergen! Seit Thorins Auszug hat dieser verlogenen Clan sich unser Vertrauen erschlichen und im Geheimen gegen uns gearbeitet. Doch jetzt, da vom zurückgekehrt ist, scheinen sie sich nicht länger verstellen zu wollen.” Sein Gesicht verdunkelt sich und er bedeutet mir, mich zu ihm herüber zu beugen: “Dargalin, es war ! Er muss herausgefunden haben, dass ich ihn während einer Unterredung mit einem -Krieger beobachtet habe – Bilwisse und -Zwerge arbeiten wieder zusammen, genauso wie vor 500 Jahren in .”

Das sind wirklich erstaunliche Neuigkeiten. erzählt mir, dass , Elronds Sohn, bereits auf der Suche nach weiteren Beweisen ist. Ich soll ihn im  treffen und bei der Beschaffung neuer Informationen unterstützen. Nachdem ich mir sicher bin, dass ohne meine Hilfe zurechtkommt, hole ich meine Ausrüstung aus meiner Unterkunft und folge dem Pfad in Richtung Nordwesten.

Elrohir, Elronds SohnIch erreiche die Höhen des Düsterstein-Tunnels, das Mondlicht fällt auf die provisorischen Lager einiger schlafender Bilwisse.  Da ich keine Zeit mit der Ausschaltung dieser Monster verschwenden möchte, schleiche ich geschickt an ihnen vorbei – hierbei kommt es mir zu Gute, dass ich lediglich einfache Schürfer-Lederkleider trage und mein Kettenhemd in meiner Schlafstätte ließ. Die Höhle ist nur spärlich beleuchtet, einzelne Fackeln erhellen die Tunnel, Gebirgswasser tropft von der Decke, ein modriger Geruch steigt mir in die Nase. Als ich mich im Labyrinthsystem der Tunnel verirrt zu haben glaube, dringen Kampfgeräusche an mein Ohr. Schnellen Schrittes eile ich ihnen entgegen, meine Hand umfasst den Holzknüppel, ich bin auf einen Kampf vorbereitet.

Ein Elb steht vor mir inmitten eines Berges aus Bilwissleichen. Als er meiner gewahr wird, lässt er sein Schwert sinken. Er wirkt erschöpft, aber unverletzt. “Ich bin , Elronds Sohn, und habe gefunden, wonach ich suchte.” Um diese Worte zu unterstreichen, hält er einen Brief so in den Schein des Feuers, dass ich ihn sehen kann. “Diese Dokumente beweisen, dass die Grimmhands im Bunde mit einem Menschenhexer namens stehen, zusammen suchen sie die alten Grabstätten der Grimmhands unter dem Berg. Doch sie berichten uns noch von einem schlimmeren Übel: ein abscheuliches Ritual suchen sie zu vollführen! Wir müssen Fürst davon berichten.”

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