von Dargalin on August 2nd, 2009

Mein Schlaf ist unruhig, umnebelt von den Düften des Pfeifenkrautes suchen garstige Träume meine Sinne heim – Träume von längst vergangenen Tagen.

Erebor, der Einsame Berg geht voran, im dichten Nebel sehe ich lediglich das Aufflackern seiner Bergwerksleuchte. Dass sie uns einmal außerhalb der tiefen Stollen den Weg weisen würde, hätte keiner von uns beiden gedacht. Nur wenige Tage, nachdem wir die verließen, finden wir uns in dieser garstigen Natur wieder, das Wetter wird schlechter, starke Winde peitschen uns tagein und tagaus ins Gesicht, schwerer Regen weicht den Waldboden unter unseren Füßen auf und erschwert das Vorankommen, Waldbeeren sind die einzige Nahrungsquelle, das Wild des Waldes scheint sich zu verstecken. Ob es sich vor dem Unwetter schützt oder sich vor einer anderen Bedrohung verbirgt, wissen wir nicht.

, bist du sicher, dass wir nicht vom Weg abgekommen sind?”, frage ich. “Seit Tagen irren wir durch diese Wildnis, ohne ein Zeichen anderer Zwerge, niemand kreuzt unseren Weg.”

“Pah, du wirrst mir doch vertrauen, bisher habe ich uns gut geführt”, blafft er mich an, “und außerdem können wir nicht umkehren. Die verdienen ihren Namen kaum noch, zu erloschen sind die Adern, die Ausbeute zu karg. Wie können wir zurückkehren und den anderen berichten, dass wir es nicht einmal zum geschafft haben?” Mit tief ins Gesicht gezogener Kappe folge ich ihm schweigend. Unser heutiges Nachtlager schlagen wir am Fuße eines kleinen Hügels auf, die dem Wind abgewendete Seite ist schroff und bietet mit ihren überhängenden Felsen ein wenig Schutz vor Wind und Wetter.

Das Feuer lodert, nur wenig Rauch steigt vom feuchten Holz auf, Thralins Brennpulver wirkt wahre Wunder, so dass wir allabendlich heißen Kräutersud schlürfen können. Wie jeden Abend spielt auf seiner Laute und mit brummenden Sprechgesang beschwört er die Bilder der ersten Zwergentage herauf:

“Khazâd aimênu!
Aus Stein geschaffen.
im Dunkel als Vater bestimmt.
Gebunden an Finsternis und Stein.
Die ersten auf Ardas Antlitz.
Zum Schlafen verdammt.
Robust wie ein Fels.
Als Schürfer berühmt.
Khazâd aimênu!
Die Zwerge sind da.
Von beschützt.
Auf der Suche nach .
Von Hämmern geformt.
Mit Kraft ohnegleichen.
Es schützt uns auf ewig.
Wir werden nicht weichen.
Khazâd aimênu!”

Die Worte beleben das Herz wie jeden Abend, der Gedanke an unsere freien Vorfahren zeigt, was wir verloren, als die Ringe der Macht unter die Zwerge kamen. Böse Ideen nisteten sich in den Herzen der Fürsten ein, die Gier nach den Schätzen der Erde trieb sie fortan immer tiefer in das Erdreich. Viele Leben nahm sich der Stein zurück, Opfer des Strebens nach unermesslichen Schätzen und Reichtum. Von einem Funkeln in den Augen berichtet man sich in unserer Heimat, den Eisenbergen, wenn einer unserer Brüdern außer Mineralien nichts mehr in der Seele trägt – wenn sein Herz von nichts anderem belebt werden kann, bis er sich in den Tiefen verliert.

Einige Male glaubte ich dieses Funkeln in Thralins Augen sehen zu können, wenn er von und den alten Tagen berichtet, doch wahrscheinlich spielten mir meine Sinne böse Streiche. Für heute sind wir weit genug gewandert, schon in wenigen Tagen wollen wir den im Westen besteigen. Wenn doch das Ziel schon in greifbarer Nähe wäre. Während mein Geist Erholung im Schlaf sucht, glaube ich leise singen zu hören: “Khazâd aimênu!, im Stein, Khazâd aimênu! Im sollst du sein.”

One Response to “Thralins Schicksal I”

  1. independent senior living Says:

    thanks you for a aweinspiring goal, this was very informative and helped me in my explain diagram about some currency differences in our time.

Leave a Reply

XHTML: You can use these tags: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>