Ich erwache aus unruhigem Schlaf, das Feuer ist verloschen, der Morgen wirkt klarer als die bisherigen Tage – ein Lächeln huscht über mein Gesicht.
Ich reibe den Schlaf der Nacht aus meinen Augen, die Knochen sind trotz des wärmenden Bärenfells, mit dem ich mich zudeckte, ganz starr. In wenigen Augenblicken werde ich wohl auf sein und mich um ein Frühstück kümmern. Ich komme auf die Beine, leicht schwankend blicke ich mich um, unzählige Fußspuren sind im feuchten Boden unseres Nachtlagers zu sehen, doch von meinem Freund ist weit und breit keine Spur. Erschrocken suche ich die Umgebung ab, immer wieder rufe ich seinen Namen: “Thralin! Thralin, alter Thor, wo versteckst du dich?” Minuten der Unruhe vergehen, ich durchsuche sein Feldlager, die Ausrüstung ist noch da, sein Bärenfell jedoch kalt und unbenutzt. Ich entschließe mich den Spuren im Erdboden zu folgen, doch sammele ich vorher unsere Habseligkeiten zusammen; beladen wie ein Packesel mache ich mich auf die Suche.
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Mein Schlaf ist unruhig, umnebelt von den Düften des Pfeifenkrautes suchen garstige Träume meine Sinne heim – Träume von längst vergangenen Tagen.
Thralin geht voran, im dichten Nebel sehe ich lediglich das Aufflackern seiner Bergwerksleuchte. Dass sie uns einmal außerhalb der tiefen Stollen den Weg weisen würde, hätte keiner von uns beiden gedacht. Nur wenige Tage, nachdem wir die Eisenberge verließen, finden wir uns in dieser garstigen Natur wieder, das Wetter wird schlechter, starke Winde peitschen uns tagein und tagaus ins Gesicht, schwerer Regen weicht den Waldboden unter unseren Füßen auf und erschwert das Vorankommen, Waldbeeren sind die einzige Nahrungsquelle, das Wild des Waldes scheint sich zu verstecken. Ob es sich vor dem Unwetter schützt oder sich vor einer anderen Bedrohung verbirgt, wissen wir nicht.
“Thralin, bist du sicher, dass wir nicht vom Weg abgekommen sind?”, frage ich. “Seit Tagen irren wir durch diese Wildnis, ohne ein Zeichen anderer Zwerge, niemand kreuzt unseren Weg.”
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