2Test: Plants vs ZombiesIch werd’ nicht mehr. Seit einer halben Ewigkeit besitze ich dieses Tower-Defence-Spiel der ganz besonderen Art. Dem Charm der Zombies verfiel ich sogleich, doch fand ich erst jetzt die Zeit diesen bald-schon-Klassiker durchzuspielen. Knuddelig kämpfen Pflanzen gegen Zombies um die Vormachtstellung im heimischen Garten.

Zombies im Garten zerstören die schöne Gradnarbe.

Zombies im Garten zerstören die schöne Gradnarbe.

Braucht ein Spiel, dessen Ladebildschirm schon putzig ist, wirklich eine Erklärung zum Spielspaß? Jaja, ich bekomm’ das schon hin. Plants vs Zombies ist eines dieser Spiele, in denen Wellen von Gegnern auf die eigenen Stellungen vorrücken und man diese gezielt versucht aufzuhalten. Klingt öde, macht in der Praxis aber schon in Warcraft 3 mächtig Spaß. Jetzt ersetzt man noch einige kleine Details und schon versuchen garstige Zombies den heimischen Garten zu erobern, den man mittels geschickter Grünzeuganpflanzung in ein nächtliches Schlachtfeld umgestaltet.  Schließlich sollen die Fieslinge nicht ins Haus gelangen.

The Zombies ate your brains!

The Zombies ate your brains!

Bereits das Menü macht klar, dass es hier ziemlich gruselig zu geht. Wobei so wirklich angst einflößend diese ganz speziellen Zombies jetzt nicht sind. Irgendwie versuchen diese eher durch ihr Repartois an Verkleidungen so richtig aufzutrumpfen: Warnhütchen dienen als Kopfbedeckung ebenso wie Metalleimer, Fliegengittertüren helfen den Untoten gegen feindlichen Beschuss und selbst der King of Pop wandelt wieder auf der Rasen-Tanzfläche. Da Plants vs Zombies vor Michael Jacksons weltlichen Ableben veröffentlicht wurde, darf man ruhig über seinen faulenden Auftritt schmunzeln.

Der Kampf zu Land und zu Wasser.

Der Kampf zu Land und zu Wasser.

Kommen wir zur Abwehr des ganzen Übels, denn natürlich will man sein schönes Eigenheim samt Hinterhof nicht preisgeben. Fortschrittlich, wie es nur Vorstadtmenschen sein können, bezieht man den einzigen “Rohstoff” aus der Sonnenenergie. Diese fällt wie im wahren Leben vom Himmel und muss mittels Linksklick aufgesammelt werden. Da wir alle wissen, dass auch Sonnenblumen zur Energiegewinnung dienen, kann man seine ganz eigene Energiegewinnung starten. Jede Anpflanzung kostet hierbei einen bestimmten Wert an eben dieser Sonnenenergie. Besonders effektives Grünzeug ist somit wesentlich kostenintensiver als die kleinen Pflänzchen von nebenan. Da so ein Hinterhof allerdings recht klein ausfallen kann, lohnt es sich hochwertige Pflanzen anzubauen, da man eben nicht ausreichend Platz für ineffizientes Wachstum hat.

Auf dem Dach geht die Monster-Party.

Auf dem Dach geht die Monster-Zombie-Party.

Da man nicht von Anfang an überfordert werden soll, spielt man sich Runde um Runde neue “Pflanzenkarten” frei, die besagte Übergrünlinge erst für den Einsatz auf dem Rasen verfügbar machen. Damit das Verteidigungs-Szenario auf Dauer nicht zu eintönig wird, wechseln sich Vorder- und Hinterhof sowie Dächer und Poolanlagen munter ab. Besonders erfrischen fällt hier der Tag- und Nachtwechsel auf. Wie man vermuten wird, kann man des Nachts keine Sonnenenergie tanken und ist somit auf die Produktion durch die eigenen Blümchen angewiesen. Ebenso fühlen sich vor allem Pilze in der Dunkelheit wohl und bieten somit eine nette Abwechslung zum grünen Tagesgeschäft.

Nachbarschaftshilfe: Dave

Nachbarschaftshilfe: Dave

Den besonderen Reiz für zwischendurch machen allerdings die Soundeffekte und Kommentare der attackierenden Zombies aus: Ein freundliches “BRAAAAIN!” zum Morgen vertreibt Kummer und Sorgen. So wirklich böse mag man den Schuften eigentlich nicht sein, versuchen sie doch nur ihren Appetit zu stillen. Dass sie das mit fiesen Hilfsbereitschaften  versuchen, zeugt dann doch wieder, wie schlitzohrig (so sie noch welche haben) sie in Wirklichkeit sind. Ein einfaches “Wir wollen dir nichts böses, lass uns einfach zum Haus durch.” (kein Scherz, das steht in der Menühilfe), nimmt denen doch keiner ab.

Hilfstexte erleichtern das Spiel.

Hilfstexte erleichtern das Spiel.

Zwischen den einzelnen Runden kann man immer wieder neue Pflanzenslots oder andere Upgrades freikaufen, die für das weitere Spielen unerlässlich sind. Der nette Dave von nebenan hat einfach alles. Obwohl die einzelnen Missionen nicht wirklich herausfordern, kann man sich mit etwas Fehlplanung durchaus bereits zu Beginn einer Partie in die Bredouille reiten. Einfach neu gestartet und weiter geht es. Kleinere Minispielchen wie Zombiebowling oder Einarmiger-Zombie-Bandit sorgen für weitere Kurzweil. Genug geblubbert: Demo gesaugt, ausgetestet und schließlich für $9.99 eingekauft. So müssen Minispiele von heute aussehen! Spaßig, unterhaltsam, abgedrehter Humor und kurzweilig müssen sie sein! Plants vs Zombies ist das allemal.

Demo-Download: Plants vs Zombies Testversion
Online kaufen: Plants vs Zombies via Steam für $9.99

Plants vs Zombie Trailer